Hilfe für Kinder
Was ist die Notinsel?
Manchmal fühlt man sich unsicher, hat Angst oder braucht einfach Hilfe. Wenn du in Langenau unterwegs bist und nicht weißt, was du tun sollst, bist du nicht allein.
Notinseln sind Geschäfte, Cafés oder Einrichtungen, in die du jederzeit hineingehen darfst, wenn du Hilfe brauchst. Dort findest du freundliche Erwachsene, die dir zuhören, dich schützen und dir weiterhelfen.
Wann kannst du in eine Notinsel gehen?
Zum Beispiel, wenn du:
- dich verlaufen hast
- Angst hast oder dich bedroht fühlst
- Streit hattest oder dich jemand ärgert
- dein Handy leer ist oder du niemanden erreichst
- einfach nicht weiterweißt
Du musst nichts erklären können. Sag einfach: „Ich brauche Hilfe.“
So erkennst du eine Notinsel
Notinseln sind mit einem Notinsel-Aufkleber gekennzeichnet. Du kannst aber auch auf deinem Handy direkt eine Notinsel in deiner Nähe finden und dich dorthin navigieren lassen.
Du bist immer willkommen. Die Menschen in den Notinseln wissen genau, was zu tun ist. Sie bleiben bei dir, bis geholfen werden konnte.
Hilfe holen ist mutig. Du machst alles richtig.
Notinseln in Langenau
Der GHV Langenau ist Notinsel-Standortpartner
Kinder und Jugendliche sind Übergriffen, Gewalt und vielen Gefahren oft schutzlos ausgeliefert. Sie sind die Schwächsten und damit schutzbedürftigsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel hat 2002 mit dem Notinsel-Projekt eine Initiative ins Leben gerufen, die Kindern und Jugendlichen in Not- und Gefahrensituationen Fluchtpunkte aufzeigt, in denen sie Schutz, Hilfe und Ansprechpartner:innen finden.
In Langenau sind wir als Gewerbe- und Handelsverein der Standortpartner und haben das Projekt „Notinsel“ vor vielen Jahren bereits etabliert.
Wichtig ist es regelmäßig sowohl die Schulen als auch die Eltern und die teilnehmenden „Notinseln“ über den Ablauf und die Anlaufstellen zu informieren, so dass wir für Kinder und Jugendliche den größtmöglichsten Schutz haben.
Infos für Eltern und Schulen
Die Gründe, warum Kinder eine Notinsel um Hilfe bitten, sind vielfältig. Mobbingsituationen, Verlaufen, Verlust von Geldbeutel, Schlüssel oder Handy, aber auch Übergriffe von Gleichaltrigen, älteren Kindern und Jugendlichen sowie von Erwachsenen, finden auf der Straße statt und sind Teil unserer Lebensrealität. Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Kitafachkräfte sind die zentralen Ansprechpersonen für Kinder, damit sie die Notinsel kennenlernen und wissen in Not- und Gefahrensituationen das Richtige zu tun.
Damit Kinder sicher unterwegs sind
Die Welt ist nicht grundsätzlich gefährlich. Für die Entwicklung von Kindern ist es wichtig, den Schulweg, ohne die Eltern und mit Schulfreunden eigenständig zu meistern. Dennoch können ein paar grundlegende Tipps und Regeln helfen, die (Schul-)wege für die Kinder sicherer zu gestalten. Die Notinseln sind dabei ein wichtiger Baustein. Unsere Tipps für Eltern, Lehrkräfte und weitere pädagogische Begleiter:innen, helfen die Notinsel altersgerecht zu besprechen und vor allem im Grundschulunterricht spannend zu vermitteln.
Infos für Unternehmen
Voraussetzung: Geschäfte, Banken, Apotheken, öffentliche und andere geeignete Einrichtungen können grundsätzlich eine Notinsel werden. Privatadressen sind ausgeschlossen.
Durch neue Rahmenbedingungen sind wir als Standortpartner verpflichtet von allen Läden, Betrieben und Geschäften, die das Notinsel-Zeichen an ihrer Türe bereits haben oder anbringen wollen, eine Selbstverpflichtung einzuholen.
Die Selbstverpflichtung sowie die wichtigsten Fragen zum Projekt „Notinsel“ haben wir Ihnen hier als PDF zusammengefügt. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach eine Mail an info@ghv-langenau.de.